Gallery Weekend Berlin- The Art Podcast / Episode 14 – Jorinde Voigt
In Episode 14 sprechen Kunstkritikerin Silke Hohmann und die Künstlerin Jorinde Voigt (*1977, Frankfurt am Main, lebt und arbeitet in Berlin) zunächst über Berlin: Was macht die Stadt aus und worin liegt ihr besonderes Potenzial? In ihrem Atelier in Oberschöneweide zerlegt Voigt Wahrnehmungen in ihre grundlegenden Bestandteile und entwickelt algorithmische Abfolgen – Handlungs- und Aktionssequenzen, mit denen sich eine Situation innerhalb eines definierten Möglichkeitsspektrums durchspielen lässt. Die Zeichnung dient ihr dabei als zentrales Medium, um unterschiedliche Ebenen und Aspekte gleichzeitig nebeneinander sichtbar zu machen. So entstehen Werke, die nicht nur analytisch strukturiert sind, sondern auch die Vielschichtigkeit von Erfahrungen in einer eigenen visuellen, poetischen Sprache zum Ausdruck bringen. Ausgangspunkt kann zum Beispiel ein Spaziergang durch den botanischen Garten sein oder Ludwig van Beethovens Sonaten.
Zum Gallery Weekend Berlin bringt Voigt den Himmel in die großzügigen, hallenartigen Räume der Galerie Judin in der Potsdamer Straße. Warum gerade das Blau des Himmels jetzt und heute uns etwas darüber verrät, womit wir es eigentlich zu tun haben, erfahren wir in dieser Folge des Podcasts – welche Farbe die Wände in ihrer Ausstellung „Non-Fiction“ haben werden, zeigt sich erst vor Ort.